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Wohlen und Villmergen investieren gemeinsam in die Zukunft des grössten Arbeitsgebiets im Bünztal

Wohlen und Villmergen wollen den Entwicklungsschwerpunkt (ESP) gezielt stärken. Gemeinsam mit Unternehmen und Kanton wurden 19 Massnahmen in den Bereichen Mobilität, Nutzung, Energie und Organisation definiert. Ein neues Gebietsmanagement soll die Umsetzung koordinieren und die Vernetzung unter den ansässigen Unternehmen vorantreiben.

Mehr als 60 Vertreterinnen und Vertreter von ansässigen Unternehmen, Grundeigentümerschaften, Gemeinden, Kanton und weiteren Partner nahmen an der Ergebnisveranstaltung des Projektes Umsetzung wirtschaftlicher Entwicklungsschwerpunkt ESP Wohlen/Villmergen am 15. Juni bei Richnerstutz in Villmergen teil. Im Zentrum standen die Resultate der bisherigen Projektarbeiten und die gemeinsam erarbeiteten Handlungsfelder und Massnahmen zur Stärkung des ESP Wohlen/Villmergen.

Regierungsrat Stephan Attiger, Departementsvorsteher Bau, Verkehr und Umwelt würdigte die Bedeutung des ESP Wohlen/Villmergen als Arbeitsplatzgebiet von kantonaler Bedeutung und die enge und erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft, Gemeinden und
Kanton.

Der ESP Wohlen/Villmergen umfasst rund 100 Hektaren Arbeitsplatzgebiet mit rund 120 Unternehmen und 3’300 Beschäftigten. Ziel des Projekts ist es, die Standortqualität zu verbessern, bestehende Arbeitsplätze zu sichern und gute Rahmenbedingungen für Investitionen, Weiterentwicklungen und künftige Ansiedlungen zu schaffen.

Das Projekt wurde im Sommer 2023 gestartet und begann mit einer wirtschaftlichen Potenzialstudie im Jahr 2024. Im Jahr 2025 folgte ein mehrstufiger Beteiligungsprozess in Form einer Auftaktveranstaltung, einer Online-Befragung und der Bildung einer Spurgruppe,
bestehend aus ansässigen Unternehmen, den beiden Standortgemeinden, der Wirtschaftsförderung Bünztal und dem Kanton. Die Spurgruppe hat die planerischen Arbeiten kritisch begleitet, den Handlungsbedarf eingebracht und Massnahmen bewertet und priorisiert.

4 Handlungsfelder und 19 Massnahmen

Insgesamt wurden vier Handlungsfelder identifiziert und in der Spurgruppe bearbeitet: Erschliessung & Mobilität, Bebauung & Nutzung, Energie & Klima sowie Organisation & Vernetzung.

Im Bereich Erschliessung & Mobilität stehen die Verbesserung der internen Arealerschliessung und der Ausbau der Mikromobilität im Vordergrund. Eine Verkehrsstudie die insbesondere bessere Wegebeziehungen im Gebiet, attraktivere Velo- und Fusswegverbindungen sowie Lösungen für die letzte Meile erarbeiten soll, wurde von den Gemeinden bereits in Auftrag gegeben.

Bei Bebauung & Nutzung liegt der Fokus auf grundstücksbezogenen Studien zur Verdichtung sowie auf der Aufwertung und besseren Nutzung von Erholungs- und Freiräumen. Dazu arbeitet die Gemeinde Villmergen aktuell bereits an einem Konzept für einen öffentlichen Erholungsraum angrenzend an das arealinterne Waldstück Torbehölzli.

Im Handlungsfeld Energie & Klima wurden Beratungs- und Optimierungsangebote zur Energieeffizienz sowie die Bildung und der Betrieb von Energiegemeinschaften als prioritär definiert. Unternehmen können dadurch Energiepotenziale gemeinsam nutzen, Betriebskosten senken und Synergien im Gebiet erschliessen. Dazu stehen die beiden Energiedienstleister ibw AG und die Gemeindewerke Villmergen der Wirtschaft zur Seite.

Das Handlungsfeld Organisation & Vernetzung umfasst unter anderem den Aufbau eines Gebietsmanagements, die Einführung einer Arealplattform, neue Vernetzungsangebote sowie die Optimierung der Verpflegungsangebote. Das Gebietsmanagement soll bei der regionalen Wirtschaftsförderung Bünztal, vertreten durch die Leiterin Claudia Heger, angesiedelt werden. Die Unternehmen und Grundeigentümerschaft nahmen diese Massnahmen wohlwollend auf.

Gebietsmanagement als zentrale Anlaufstelle

Ein professionelles Gebietsmanagement mit einer zentralen Ansprechperson bildet ein zentrales Element für die Weiterentwicklung des ESP Wohlen/Villmergen. Für die Wirtschaft entsteht dadurch ein konkreter Nutzen: Unternehmen erhalten eine klare Ansprechperson für Standort-, Flächen- und Vernetzungsfragen. Zudem werden verfügbare Flächen sichtbarer, gemeinsame Projekte können effizienter umgesetzt und Synergien gezielter genutzt werden. Gleichzeitig stärkt ein attraktiveres Standortumfeld die Arbeitgeberattraktivität, erleichtert den Erfahrungsaustausch und verbessert die Wahrnehmung des Wirtschaftsstandorts nach innen und aussen.

Nächste Schritte

Die prioritären Massnahmen werden nun schrittweise mit den Gemeinden Wohlen und Villmergen, dem Kanton, der Wirtschaftsförderung Bünztal sowie den ansässigen Unternehmen und der Grundeigentümerschaft weiter konkretisiert und umgesetzt.

 

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